Minderheiten in Japan

Da die japanische Gesellschaft extrem von Homgenität geprägt ist, werden ethnische oder Minderheiten anderer Art durchaus diskriminiert. Aufgrund der langen Isolation des Landes sind ethnische Minderheiten im Vergleich zu anderen Nationen gering, jedoch geht die japanische Gesellschaft mit diesen Minderheiten vergleichsweise intolerant um.

        Insgesamt leben in Japan etwa 1.2 Millionen Ausländer, hiervon stellt die koreanische Minderheit ca. 700.000 und die chinesische Minderheit ca. 200.000 Menschen. Die hohe Zahl der Chinesen und Koreaner, die in Japan leben lässt sich auf die Zeit zurückführen, als Japan sowohl Korea  als auch Taiwan besetzt hielt. Damals wurden viele Chinesen und Koreaner auf die japanische Insel gebracht, um unqualifizierte und harte körperliche Arbeit zu verrichten.
        Eine spätere Eingliederung der Nachkommen dieser Zwansarbeiter in die japanische Gesellschaft war schier unmöglich, da die japanische Staatsbürgerschaft nicht durch Geburt, sondern nur durch de Abstammung der Eltern erworben werden konnte.
        Bis in die späten 80er Jahre war sogar die Japanisierung des Familiennamens Voraussetzung für den Erhalt der japanischen Staatsbrügerschaft. Bis zum heutigen Tage müssen Ausländer in Japan sich auf der zuständigen Behörde mit Fingerabdruck registrieren und stets eine “Alien Registration Card” mit sich führen.

        Im Gegensatz zur allseits bekannten Homogenität der japanischen Gesellschaft existieren innerhalb dieser japanisch-stämmige Minderheiten, die aufgrund anderer Ursachen alltäglicher Diskriminierung ausgesetzt sind.
        Die erste zu nennende Minderheit wäre die der Hisabetsu Burakumin, welche Nachfahren einer japanischen “Aussätzigen-Kaste” sind.

        Eine weitere Minderheit innerhalb der japanischen Gesellschaft stellt das Volk der Ainu, deren genauer Ursprung bis zum heutigen Tage nicht geklärt ist. Die Ainu haben ihren Ursprung im Norden der Hauptinsel Honshu und waren ein Naturvolk, welches durch die voranschreitende Besiedlung Japans immer weiter in den Norden getrieben wurde und zum heutigen Tage fast non-existent ist.

        Die dritte Minderheit in Japan stellen das Volk der Ryukyuan, welches seinen Ursprung auf den Ryukyu-Inseln hat. Diese Inselkette liegt zwischen Fukuoka und Taiwan und wurde während der Tokugawa-Periode japanisches Territorium.