Das japanische Schriftsystem

        Das gegenwärtige japanische Schriftsystem besteht aus einer Kombination vier verschiedener Schriftarten. Die wohl bekannteste Form der japanischen Schrift stellen Kanji dar, welche Ihren Ursprung in der chinesischen Schrift haben und als Pictogramme bzw. Logogramme meist den Wortstamm bilden.

        Neben Kanji existieren in Japan noch zwei Silbenschriften, Hiragana und Katakana. Hiragana werden meist benutzt, um grammatikalische Formen zu bilden und ergänzen somit die Kanji. Das Silbenschriftsystem Katakana hingegen wird meist dazu verwendet, um Wörter zu schreiben, die einer anderen Sprache entlehnt wurden. Zudem wird Katakana analog unserer Kursivschrift benutzt, um einen oder mehrere Begriffe zu emphasieren, so findet man Katakana meist an z.B. Leuchtreklamen. Zuletzt wird Katakana noch oftmals in Mangas und anderen Schriftwerken für Kinder benutzt, um Ihnen das Lesen zu erleichtern.
        Als letztes Schriftsystem ist Romaji aufzuführen. Dies ist die Bezeichnung für das im Westen gebräuchliche aus dem Lateinischen stammende Alphabet. Romaji wurde erstmals durch jesuitische Missionare im 16. Jahrhundert nach Japan eingeführt und wird heutzutage zu Werbezwecken oder einfach zur Umschrift der japanischen Schrift benutzt.
        Das japanische Schriftsystem ist also durch ein Zusammenwirken von insgesamt vier unterschiedlichen Schriftarten geprägt und somit nicht wirklich einfach zu erlernen.