Tokio Reiseführer – Odaiba

        Odaiba ist der jüngste und modernste Stadtteil der japanischen Metropole Tokio. Diese künstlich angelegte Insel gleicht einem Themenpark; zahlreiche futuristisch anmutende Gebäude findet man hier ebenso wie unzählige Vergnügungs- und Einkaufszentren.

        Auch etliche Museen gibt es hier zu besichtigen, unter anderem das Museum für Zukunftsforschung und das Schifffahrtsmuseum. Eines der größten Riesenräder weltweit, das Daikanransha, befindet sich ebenfalls auf der Odaiba Insel.

        Um nach Odaiba zu gelangen, muss man die Rainbow Bridge passieren, diese verbindet die Insel mit dem Stadtzentrum von Tokio. Diese Hängebrücke ist knapp 800 Meter lang und kann tagsüber auch von Fußgängern überquert werden.

        Beliebtestes Fotomotiv der Insel ist eine Kopie der amerikanischen Freiheitsstatue.

        Ein weiteres Highlight auf der Insel ist das Panasonic-Center, welches vor allem Technikfans anzieht. Die neuesten Technologien werden hier vorgestellt.

        Markantestes Gebäude von Odaiba ist wohl das Gebäude des privaten Fernsehsenders Fuji-TV. Die bekannte Kugel dieses Bauwerks ist mit einem Durchmesser von 32 Metern schon von Weitem sichtbar. Dieses Wahrzeichen von Odaiba wird nachts von Lasern eindrucksvoll angestrahlt. Direkt vor diesem Gebäude befindet sich ein künstlich angelegter Strand; von hier aus hat man den schönsten Blick auf die Regenbogenbrücke.

        Für Frauen besonders interessant ist das so genannte Venus Fort; ein Einkaufszentrum, welches sich die italienische Stadt Venedig zum Thema gemacht hat und viele exklusive Modegeschäfte bietet. Die Atmosphäre inmitten der zahlreichen Marmorbrunnen ist absolut einzigartig. Besonders ist auch die Lichttechnik der Anlage – unter der gewölbten Decke wird alle 30 Minuten ein künstlicher Sonnenuntergang erzeugt.

        Auch eine Thermalquelle befindet sich auf der Insel Odaiba – hier kann man sich von all der Kultur erholen und einen entspannten Tag verbringen. Beachten sollte man, dass in japanische Schwimmbäder tätowierte Menschen keinen Zutritt haben.

        Die Insel Odaiba wurde ursprünglich im Jahre 1851 als eine von sechs Festungen erbaut, um Angriffe vom Meer aus abzuwehren. Im Jahr 1928 schließlich wurde die Insel auch für die Öffentlichkeit zugänglich. Ihre jetzige Form erhielt die Insel allmählich seit dem Jahr 1985. Der bahnbrechende Erfolg der Expo hatte Japan zu einem wirtschaftlichen Aufschwung verholfen; das Viertel wurde nun Business-Standort Nummer Eins. Seit dem Jahr 1996 schließlich kam dem Unterhaltungsfaktor ein größerer Stellenwert zu.

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