Der Toshogu Schrein in Nikko

Der Nikkō Tōshō-gū Schrein (jap.: 日光東照宮) ist ein Mausoleum und einer der beiden großen Schreine von Nikko. Die Anlage ist dem Shogun Tokugawa Ieyasu gewidmet und wurde im Jahre 1617 errichtet. Die UNESCO ernannte die Schrein-Anlage 1999 zum Weltkulturerbe.

        Zu diesem Schrein gehören wiederum acht Gebäude, die alle zu den Kulturgütern in Japan zählen. Nach dem Durchschreiten des Schreintores, sieht man linker Hand eine fünfstöckige 35 Meter hohe, rotbemalte Pagode. Zum Schrein selbst gelangt man durch das vordere Tor. Besonders auffällig sind die filigranen Verzierungen aus Naturmotiven und “die Prozession der 1000 Krieger”, die aus der Edo-Shogunatzeit stammen.

        Wie bereits der Name sagt, liegt der Schrein in der Stadt Nikko und ist Tokugawa leyasu, dem Gründer der Tokugawa Dynastie, gewidmet. Später wurde er vom dritten Shogun (oberster der Samurai) ausgebaut. Seit 1999 ist die Anlage in Nikko von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt worden.

        Acht Gebäude des Schreins und zwei Schwerter sind nationale Kulturgüter von Japan, so die Haupthalle( honden), die Steinhalle, die Gottesdiensthalle (haiden)und der Turmdurchgang, das “Tor des Sonnenlichts”. Allesamt wurden diese Gebäude 1636 erbaut.


        Im Inneren des Schreins führen hunderte von Steinstufen zum Grab des Gründers. Dieser Weg ist gesäumt durch einen Sicheltannenwald (Japanische Zeder),dessen Bäume vor über 300 Jahren über einen Zeitraum von 20 Jahren anlässlich des 32. Todestags des Gründers gepflanzt wurden. Noch heute zählt dieser Wald über tausend Bäume. Ein Torii (rot bemaltes Holztor mit typischem geschwungenen Horizontalbalken) gibt den Durchgang zum Schrein frei.
        Die Überreste des Gründers befinden sich im Freien in einer kleinen Bronzeurne, die in einem kleineren Schrein geborgen ist. Dieser war ursprünglich eine Holzpagode, später aus Stein und nach einem Erdbeben 1683 wurde er aus Bronze neu aufgebaut, um so das Eindringen von Wasser zu verhindern.

        An der Giebelseite des heiligen Pferdestalls finden sich die Reliefschnitzerei der “drei Affen”. Sie gehören mit der Fähigkeit nichts Böses zu hören, zu sagen, zu sehen zu den bekanntesten japanischen Symbolkunstwerken in der Gesamtanlage.