Der fünfzigsten japanischer Kaiser Kammu gründete Heian-Kyo, das heutige Kyoto und verlagerte als erster Tenno den Kaisersitz nach Kyoto. Kyoto verdankt Kammu den kulturellen und politischen Aufstieg
Der fünfzigsten japanischer Kaiser Kammu gründete Heian-Kyo, das heutige Kyoto und verlagerte als erster Tenno den Kaisersitz nach Kyoto. Kyoto verdankt Kammu den kulturellen und politischen AufstiegDer letzte in Kyoto residierende Kaiser Komei sollte ebenfalls mit dem Heian Jingu geehrt werden. Ihnen beiden zu Ehren findet jedes Jahr im Oktober ein Volksfest statt.Als architektonisches Vorbild für den Heian Jingu gilt der bis 1227 genutzte Herrschersitz der japanischen Kaiser in Kyoto, dem Daidairi. Das Torii, zu deutsch Vogelsitz, stellt eine japanische Besonderheit in der Architektur dar. Solch ein Tor ziert immer den Eingang eines Shinto-Schreins, und grenzt unter anderem auch die verschiedene Bereiche in einem Schrein voneinander ab. Der Torii in Heian Jingu stellt mit 24,2 Metern hohen Säulen und einem 33,9 Meter langen Bogen das nach dem Tor des Yasukuni-Schreins in Tokio zweitgrößte Tor in Japan dar. Das Torii wurde nicht wie üblich aus Holz oder Stein gefertigt, sondern aus Stahlbeton. Üblicherweise sind die Torii in Japan zinnoberrot angemalt, wie auch beim Heian Jingu in Kyoto.Rund um das Hauptgebäude ist ein wunderschöner Garten angelegt, dem so genannten Shin´en. Der Garten besteht aus vier Teilen, die sich an den vier Himmelsrichtungen ausrichten und zusammen rund 33.000 m² umfassen. Der Stil des Gartens spiegelt die Architektur der Meiji-Zeit wider. Der vor dem Ersten Weltkrieg regierende Tenno war für seine Erneuerungen bekannt und wollte Japan in die Moderne führen, unter anderem mit Schulpflicht für alle Kinder und leitete eine Demokratisierung des Landes ein. In dieser Zeit entstanden auch die ersten Parteien im Land.Jährlich wird am 22. Oktober das Jidai-Matsuri Fest in Kyoto gefeiert. Es stellt ein Festival der Zeitalter dar, indem der Umzug der Kaiserlichen Hauptstadt nach Kyoto, im Jahre 794, nachempfunden wird. 1868 zog der Kaiserliche Hof dann nach Tokio. Um die Stimmung im Volk in Kyoto zu heben, die über den Verlust als Kaiserhauptstadt schwer getroffen wurden, wurde dieses Volksfest eingeführt. In der Prozession werden zunächst die Schreine des ersten und letzten in Kyoto residierenden Kaiser (Kammu und Komei) zum Alten Kaiserlichen Palast getragen. Eine Prozession von rund 2000 Menschen folgt danach dem zwei Kilometer langen Weg zum Heian Jingu Schrein. Bands trommeln und unterhalten die Menschenmenge auf dem rund fünfstündigen Weg. Festival der Zeitalter ist das Thema des Festes und dies spiegelt sich vor allem in den verschiedenen Kostümen, aus den verschiedenen Zeiten der Geschichte Kyotos wieder, die die Prozessionsteilnehmer tragen. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg wurden auch Frauen zu dieser Prozession zugelassen.Am 1. und 2. Juniabend finden im Schrein No-Theater-Aufführungen statt. In dieser traditionellen japanischen Theaterform stehen vor allem mythologische oder literarische Themen im Vordergrund. Auch verkörpert als Takigi-No-Tänze.




