Geschichte Japans – die Yayoi Periode

Die Yayoi Periode (jap.: 弥生時代, Yayoi-jidai) erstreckt sich von 300 v.Chr. bis ins Jahr 250 nach Christus. Diese geschichtliche Epoche Japans ist nach einem Stadtteil Tokios benannt, in welchem erstmals Artefakte aus dieser Epoche gefunden wurden.

        Bezeichnend für die Yayoi-Periode ist das Aufkommen von Reisanbau und der Einführung einer neuen Art der Töpferei. Der Einfluss der Yayoi-Periode entwickelte sich von Kyushuu im Südwesten Japans aus bis nach Honshuu. Im Unterschied zu den im Jomom-Zeitalter gebrannten Tongefäßen, weist die Töpferei aus der Yayoi-Periode eine schlichtere Verzierung auf und die Tongefäße wurden bei höhren Temperaturen gebrannt (was diese härter werden ließ).
        Es wird angenommen, dass durch eine Einwanderungswelle vom asiatischen Festland aus die Jomon-Kultur verdrängt wurde und somit neue Arten der Landwirtschaft auf die japanische Insel gelangten. Zum ersten Mal in der Geschichte Japans wurde durch ausgefeilte Bewässerungsysteme der Nassreisanbau eingeführt und auch Tierzucht und Haltung wurde praktiziert. Durch die hierduch garantierte Versorgung mit Nahrungsmittel kam es alsbald zu einem Anstieg der Bevölkerungszahl und es entstanden somit erstmals größere Siedlungen.
        Eine weiter wichtige Veränderung war die Einführung von Metall (Bronze und Eisen), welches hauptsächlich vom asiatischen Festland importiert wurde. Das Metall wurde hauptsächlich zu Gebrauchsgegenständen wie Werkzeuge oder Waffen weiterverarbeitet.

        Gesellschaft der Yayoi-Periode

        Diese einschneidenden Veränderungen hatten verständlicherweise einen Effekt auf die Gesellschaft und Kultur der Yayoi-Periode – laut historischen chinesischen Quellen entstand eine erste hierarchische Gesellschaftsform in Japan. Die Hierarchie der japanischen Gesellschaft der Yayoi-Periode gliederte sich in drei unterschiedliche Schichten: Uji – Be- Yatsuko

        Uji

        Die Schicht der Uji (jap.: 氏) war die mächtigste Schicht der Gesellschaft der Yayoi-Periode. Sinngemäß übersetzt bedeutet Uji soviel wie Familie oder Sippe. Dementsprechend rekrutierten sich die Mitglieder der Uji-Klasse aus Familien oder zusammengehörenden Sippen. Sie bildeten die erste bekannte Oberschicht der Geschichte Japans. Der Sippenälteste (uji no kami) hatte die ranghöchste Stellung innerhalb der Schicht der Uji und nahm somit die leitende Funktion innerhalb der Familie ein.

        Be

        Die zweite Klasse der japanischen Gesellschaft der Yayoi-Periode stellen die Be dar. Diese Schicht war zwar frei, stand aber in den Diensten der Uji-Klasse. Die Be übernahmen innerhalb des hierarchischen Systems die Rolle der Arbeiterschicht ein.

        Yatsuko

        Die dritte und somit am wenigsten privilegierte Klasse Japans stellten die Yatsuko, welche Sklaven waren. Geschätzte 5% der Gesamtbevölkerung Japans der Yayoi-Periode waren Yatsuko. Im Gegensatz zur Arbeiterklasse waren die Yatsuko unfrei und waren Sklaven der herrschenden Uji-Klasse.