Das vorherrschende Machtzentrum Japans der Kofun-Periode war in Yamato in der heutigen Präfektur Nara gelegen. Japan besaß zu dieser Zeit bereits einen Kaiser, welche jedoch keine reale Macht inne hatte. Die komplette politische Macht lag in den Händen der vorherrschenden Soga-Familie.Während der Kofun-Periode kam es zu einem intensiveren kutlurellen Austausch mit China, wodurch das chinesische Schriftsystem und auch erste religiöse Lehren nach Japan kamen. Von den religiösen Einflüssen (Konfuzianismus, Taoismus, Buddhismus) förderte die herrschende Soga-Sippe vor allem den Buddhismus wobei es zu zu Streitigkeiten mit einer andern starken Familie, den Nakatomi kam.
Unter der vorherrschenden Soga-Familie wurden vielerlei Elemente des chinesischen Staatsmodells eingeführt. So z.B. wurde wurde die Verwaltung Japans zentralisiert und sogar ein Ministerium für Finanzen ernannt und ein nach chinesischem Vorbild geschaffenes Steuersystem eingeführt.
Unter den Soga entwickelte sich Japan zu einer feudalen Gesellschaft, wodurch Japan erste Formen eines klar definierten Staates annahm.
Mit der Einführung des Buddhismus und den damit verbundenen andersartigen Bestattungsriten verschwand nach und nach die Erschaffung der Kofun-Grabhügel. Daher wird das Jahr 538 nach Christus als Ende der Kofun-Zeit betrachtet.
Kofun -- japanische Hügelgräber
Diese Grabanlagen haben ihren Ursprung in China und weisen von oben betrachtet die Form eines Schlüssellochs auf. Diese Tumuli sind immer noch in ganz Japan zu finden und dienten als Grabstellen für einflussreiche regionale Führer oder sogar japanische Kaiser.
Die oftmals bemalte Grabkammer liegt meist im runden Teil der Grabanlage, welche vereinzelt auch mit einem Wassergraben umgeben ist. Meist wurden die Grabhügel aus bereits bestehenden Hügeln erschaffen, wobei man die abgetragene Erde benutze, um die Form und Höhe des Hügelgrabs zu optimieren.
Die Größe der in Japan erhaltenen Kofun reicht von einigen Metern bis hin zu 700m Länge.
In den größten Hügelgräbern vermutet man die sterblichen Reste der Kaiser Nintoku und Ojin. Da die Erforschung von Kofun in Japan strengen Restriktionen unterworfen ist, kann man aber keine eindeutige Zuordnung treffen. Japanische Kofun sind keine Kulturdenkmäler, sondern unterstehen der kaiserlichen Hofbehörde, da sie als Privatgräber angesehen werden.






Hochinteressant. Ich finde es toll, dass es die Japaner geschafft haben, durch diese Organisation die Gräber ihrer Vorfahren bis heute “privat” zu halten. Die alten Ägypter, trotz aller massiven Vorkehrungsmassnahmen, haben das nicht geschafft. Jeder kann die Mumien der Pharaonen oder sonst wers heute im Museum anglotzen….
verfasst am: 9. April, 2011 um 6:47 AM